Treffen der Landwirtschaftsminister aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zum Thema Boden

Communiqué – Publié le

Auf Einladung des Herrn Bundesrates Johann N. Schneider-Ammann fand am 28. und 29. Oktober 2015 ein Treffen der Landwirtschaftsminister aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zum Thema Boden in Basel statt. Es war dies das Folgetreffen zu der Diskussion, welche die Minister bereits im letzten Jahr auf Initiative vom deutschen Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung Christian Schmidt aufgenommen hatten.

Ziel des Treffens war es, einen weiterführenden Austausch über die Maßnahmen zu führen, welche die teilnehmenden Länder in der Zwischenzeit ergriffen haben oder in der Diskussion sind.

Die fünf Kernziele, welche anlässlich des ersten Treffens formuliert wurden und welche auch in Basel weiter vertieft diskutiert wurden, sind die folgenden:

1.)    Bäuerliches Eigentum an Grund und Boden sichern, breite Eigentumsstreuung gewährleisten

2.)    Flächenumwidmung reduzieren

3.)    Nahrungsmittelproduktion sichern

4.)    Umwelt- und ressourcenschonende Bewirtschaftungsweisen fördern

5.)    Zukunft sichern durch nachhaltiges Wachstum 

Seit dem letzten Treffen in Deutschland wurde das Thema Boden auch international weiter thematisiert. So wurde beim informellen Rat unter italienischem Vorsitz in Milano Ende September letzten Jahres der Boden als essentieller Faktor einer nachhaltigen Nahrungsmittelversorgung der Menschheit hervorgehoben. Auch haben die Vereinten Nationen das Jahr 2015 zum "Internationalen Jahr des Bodens" ausgerufen. Auch im Rahmen des Luxemburgischen Vorsitzes des Rates der Europäischen Union, im zweiten Halbjahr dieses Jahres, wurde das Thema Landwirtschaft und Klima thematisiert.

Anlässlich des diesjährigen Treffens wurde noch einmal auf die Wichtigkeit des Themas hingewiesen. Fruchtbarer Boden stellt neben dem Wasser die wichtigste Ressource der Menschheit dar. Er sichert die Ernährung und sorgt buchstäblich für ein gutes Klima. Es wurde aber auch hervorgehoben, dass diese Ressource, das eigentliche Handwerksgeschirr des Landwirtes, immer knapper und demgemäß immer teurer wird.

Unter diesen Gesichtspunkten wurde von den Teilnehmern die Wichtigkeit der Fortführung dieser Diskussion hervorgehoben. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt angesichts der Komplexität der Thematik noch keine konkreten Lösungsvorschläge auf den Tisch gelegt werden konnten, waren doch etliche Ansätze zu erkenne, welche in Zukunft weiter entwickelt werden sollen, wie beispielsweise die nationalen Regelungen im Pachtrecht, die Erhöhung des Humusgehaltes des Bodens oder die Umwidmung von brachliegenden Industrieflächen.

In diesem Sinne hat denn auch Landwirtschaftsminister Fernand Etgen zu einem dritten Treffen im nächsten Jahr nach Luxemburg eingeladen.

Communiqué par le ministère de l’Agriculture, de la Viticulture et de la Protection des consommateurs