Interview de Fernand Etgen avec le Tageblatt

"Wir als Regierung nehmen des Thema Glyphosat sehr ernst"

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Interview: Tageblatt

Tageblatt: Ihnen wird vorgeworfen, dass Sie eine Politik betreiben, welche den Bauern keine Zukunftsperspektive bietet und die Interessen der Verbraucher nicht vertritt.

Fernand Etgen: Die Politik, die wir betreiben, ist im Programm für die Entwicklung des ländlichen Raums (PDR) vorgesehen. Das ist eine Politik, die sehr wohl die Interessen des Verbrauchers vertritt.So fördern wir eine nachhaltige Produktion, die im Einklang mit dem Schutz der natürlichen Ressourcen steht.

Tageblatt: Werden Sie trotz der deutlichen Meinungsverschiedenheiten mit "Meng Landwirtschaft" in Kontakt bleiben?

Fernand Etgen: Wir werden selbstverständlich in Kontakt bleiben. Nach der Abstimmung über das nationale Agrargesetz werden wir einen Zukunftstisch organisieren, um über alle Forderungen zu sprechen. Bei der Eröffnung der Wirtschaftsmesse wurde betont, dass wir einen Zukunftstisch über die künftige Ausrichtung des Landes brauchen. Die Landwirtschaft wird auch ein Thema sein, denn sie ist ein Teil der Wirtschaftspolitik von morgen und übermorgen."

Tageblatt: Die Plattform "Meng Landwirtschaft" hat Ihnen eine Petition überreicht, welche ein Verbot des Herbizides Glyphosat fordert. Wie stehen Sie hierzu?

Fernand Etgen: Wir als Regierung nehmen des Thema Glyphosat sehr ernst. Luxemburg hat sich zwar bei der Abstimmung über eine Genehmigungsverlängerung für das Herbizid enthalten, allerdings möchte ich betonen, dass wir prinzipiell eine kritische Position einnehmen. Klar ist, dass wenn die Biodiversität im Rahmen der Diskussionen um das Herbizid nicht in Betracht gezogen wird, werden wir nicht damit einverstanden sein, Glyphosat für einen längeren Zeitraum zu erlauben.