Interview de Camille Gira avec le Tageblatt

"(...)Wir haben noch viel Weg vor uns"

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Interview: Tageblatt

Tageblatt: Eine Zwischenbilanz: 101 von 105 Gemeinden sind Mitglied im Klimapakt. Demnach alles im grünen Bereich?

Camille Gira: Nein, wir haben noch viel Weg vor uns. Aber wir haben hier eine Basisbewegung "mat enger flotter Dynamik". Über die Jahre gesehen wird das sichtbare und messbare Resultate bringen.

Tageblatt: Das größte noch zu bearbeitende Feld?

Camille Gira: "Mobilitéit. All Gemeng keimt ënnert dem Verkéier." Als Ursache werden allerdings immer "die anderen", der Transit angegeben. Aber jede Gemeinde produziert Verkehr. Und jede Gemeinde kann mehr dagegen machen, als sie vielleicht denkt. Viel hängt von der Planung ab.

Tageblatt: Sind Sie als ehemaliger Beckericher Bürgermeister besonders stolz auf die EEA-Auszeichnung?

Camille Gira: Ja, das hat mich natürlich sehr gefreut. Es begann vor mehr als 20 Jahren, 1995 gab es unser erstes Energiekonzept. Ich war bei der Preisüberreichung dabei als Regierungsvertreter, "awer eigentlech mat zwou Kapen". Gewissermaßen schloss sich ein Kreis, denn ich weiß, dass es nicht nur um CO2 geht: Es geht auch um Bürgerbeteiligung, um Lebensqualität und die Dynamik, die daraus entstehen kann.