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Geschichte des Weinbauinstitutes

Im Jahre 1884 trat Luxemburg dem deutschen Zollverein bei. Deutschland war zu dieser Zeit im Aufbruch der Industrialisierung und der neue Reichtum machte sich mit einem gestiegenen Sektverbrauch bemerkbar. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, kaufte der deutsche Handel in diesen Jahren fast die gesamte Luxemburger Weinproduktion auf. Am Anfang des 20 Jahrhunderts war der Luxemburger Weinbau auf einem wirtschaftlichen Höhepunkt, die Weinpreise stiegen ins unermessliche.


Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde der Zollverein aufgelöst und fast der gesamte deutsche Markt entfiel für unsere einheimischen Weine. Neben dieser wirtschaftlichen Misere kam dann noch der Schädlingsbefall der Reblaus dazu. Dieser Schädling befiel die Wurzeln der Rebe, so dass es erforderlich war die gesamte bestockte Rebfläche auf reblausresistente Unterlagen umzupflanzen. Der bis dahin nur Rohprodukte liefernder Weinbau musste also komplett neu umgestellt werden, um überhaupt überleben zu können.

Das Weinbauinstitut 1925
Alte Gebäude des Weinbauinstitutes (1925)

Alte Gebäude des Weinbauinstitutes mit Gewächshaus
Das Weinbauinstitut mit Gewächshäuser

Propfkurse für Winzer im Weinbauinstitut
Propfkurse für Winzer im Weinbauinstitut


Es setzte sich schlagartig eine Rekonstruktionsbewegung in Gang, die trotz der Weltwirtschaftskrise in kaum 20 Jahren den Luxemburger Weinbau schuf, den wir heute kennen.
Im Rahmen dieser Reformen, wurde auch 1925 die Staatliche Weinbaustation gegründet, um den Winzer bei der Umstellung ein wissenschaftliches und weinbauliches Fundament zu geben. Damals bestand die Hauptaufgabe darin den Winzern das nötige Pflanzungsmaterial bei der Neuanpflanzung der Weinberge zur Verfügung zu stellen.


Doch die rasante Entwicklung machte weitere Änderungen notwendig und im Laufe der Zeit kamen neue Aufgaben hinzu. Durch die Gesetze von 1945, 1963, 1976 und 2003 wurden die Missionen des Weinbauinstitutes erweitert. Im Jahre 1962 wurde das neue Gebäude eingeweiht.
Hinzu kamen Missionen im Bereich der Beziehungen zu EU-Institutionen, der Weinbaukartei, der Weinkontrolle, der Marque Nationale des Vins luxembourgeois (Office Nationale de l'Appellation d'Origine Protégée - Moselle luxembourgeoise), der Weinanalyse sowie im Bereich der Verwaltung von Fördergeldern.

Das Weinbauinstitut heute£
Das Weinbauinstitut heute