Neue Wege aus der Langzeitarbeitslosigkeit

Communiqué – Publié le

Seit 27 Monaten geht die Arbeitslosigkeit in Luxemburg kontinuierlich zurück. Allerdings sind von dieser positiven Entwicklung nicht alle Arbeitslosengruppen gleich betroffen. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt geht vor allem an der Gruppe der Langzeitarbeitslosen vorbei, die schon über ein Jahr ohne Arbeit sind. Hier versagen die üblichen Marktmechanismen völlig. Vor allem Personen über 50 oder mit gesundheitlichen Einschränkungen haben Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Diese Problematik ist kein reines Luxemburger Phänomen, sondern der Trend zu steigender Langzeitarbeitslosigkeit ist auch in Deutschland, Frankreich, Österreich oder Belgien zu beobachten.

"Wir können als sozial verantwortliche Gesellschaft nicht akzeptieren, dass eine wachsende Zahl an Menschen in prekäre Verhältnisse abrutscht, ohne Hoffnung, jemals da wieder rauszukommen," so Minister Schmit. "Da die üblichen Mechanismen und Maßnahmen der Arbeitsförderung offensichtlich nicht greifen, müssen wir neue Wege beschreiten, um so viele Menschen wie möglich aus der Langzeitarbeitslosigkeit in feste Arbeitsverhältnisse zurückzubringen und ihnen damit nicht nur eine neue berufliche Perspektiven zu verschaffen, sondern ihnen auch ihre Würde wiederzugeben." 

Da die Langzeitarbeitslosigkeit vor allem im Süden des Landes besonders hoch ist, sollen dort in einem großen Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Gemeindessyndikat PRO-SUD erste konkrete Schritte zur wirksamen Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit eingeleitet werden. "Ich sehe in einer ersten Phase erhebliche Möglichkeiten im öffentlichen und gemeindenahen Bereich. Wir wollen keine Scheinbeschäftigung sowie keine prekäre Arbeitsplätze, sondern zusätzliche, bedarfsgerechte und langfristig ausgerichtete Arbeitsplätze generieren," so Minister Schmit. Er unterstreicht, dass die Konkurrenz zu privaten Unternehmen vermieden werden muss. 

"Wir haben heute ein gemeinsames straffes und ambitioniertes Vorgehen  vereinbart, um schnell erste Erfolge zu erzielen. Die Gemeinden werden kurzfristig mögliche Arbeitsverhältnisse ermitteln. Das Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft wird sehr schnell einen Gesetzentwurf einbringen, in dem die gesetzlichen Grundlagen, die Bedingungen und Fördermittel dieser Initiative festgeschrieben sind. Unser Ziel ist ambitioniert: Wir wollen, dass Anfang September die ersten neuen Arbeitsverträge abgeschlossen werden," so Minister Schmit.

Communiqué par le ministère du travail, de l'Emploi et de l'Économie sociale et solidaire