Schafsrisse bei Garnich – DNA-Proben sollen Aufschluss über den Verursacher liefern

Communiqué – Publié le

Am vergangenen Samstag fand ein Landwirt im Raum Garnich auf einer Weide acht gerissene Schafe. Die Weide ist nur wenige Kilometer von dem Ort nahe Leudelingen entfernt, wo vor zwei Wochen ein wolfsähnliches Tier fotografiert worden war. Der Landwirt verständigte daher sofort die Naturverwaltung, die am späten Samstagabend mit einigen Experten mehrere Stunden vor Ort war.

Die Experten der Naturverwaltung untersuchten die Umgebung sowie die gerissenen Schafe eingehend, und nahmen DNA-Proben an den Bisswunden. Die Proben werden in den nächsten Wochen am Senckenberg-Institut Gelnhausen (Deutschland) untersucht.

Auch wenn ein Wolf als Verursacher auf Grund der Untersuchungen im Feld nicht ausgeschlossen werden kann, so darf nicht vergessen werden, dass auch Haushunde regelmäßig Schafe reißen. Eine definitive Schlussfolgerung kann daher im Falle Garnich erst dann getroffen werden, wenn die Resultate der DNA-Proben vorliegen. Diese Untersuchung kann mehrere Wochen dauern.

Der Aktions- und Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Luxemburg, der unter anderem zusammen mit Akteuren aus dem landwirtschaftlichen Sektor erstellt wurde, sieht im Falle von Wolfsrissen eine finanzielle Entschädigung der betroffenen Landwirte vor.

Seit etwa 25 Jahren besiedelt der Wolf wieder Europa. Auf Grund seiner Anwesenheit im französischen Grenzgebiet seit einigen Jahren, sowie auch der Ausbreitung der deutsch-polnischen Population nach Westen, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Luxemburg wieder Wölfe heimisch werden würden.

Wölfe sind scheue Tiere und meiden in der Regel den direkten Kontakt zum Menschen. Begegnungen zwischen Mensch und Wolf sind daher äußerst selten, aber nicht unmöglich. In der Regel ziehen sich Wölfe zurück, sobald sie einen Menschen bemerken.

Communiqué par le ministère du Développement durable et des Infrastructures