Besichtigung der Maisversuchs- und Demonstrationsfelder der ASTA in Beisein von Fernand Etgen

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Am 7. September 2017 lud die Administration des services techniques de l’agriculture (ASTA) zur Besichtigung ihrer Maisversuchs- und Demonstrationsfelder in Kehlen ein. Der Minister für Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz, Fernand Etgen, eröffnete die Informationsveranstaltung zum Thema Maisanbau mit einleitenden Worten zum aktuellen Stand der Maiskultur. Trotz extremer Trockenheit im Frühjahr und Frühsommer wird die Silomaisernte 2017, welche bereits mancherorts stattfand, im Durchschnitt nicht schlecht ausfallen, betonte der Minister, ein Beleg dafür, dass diese Kulturpflanze sehr robust sei und gut mit den schwierigen Klimaverhältnissen dieses Jahres zurecht gekommen sei.

Minister Etgen wies des Weiteren darauf hin, dass der Anbau von Silomais als Futterpflanze dank guter Eigenschaften, wie Ertragsstärke, Ertragssicherheit, Futterqualität, jedoch gleichzeitig auch wegen der schleichenden Klimaveränderung im Laufe der letzten zwanzig Jahre in Luxemburg stark zugenommen habe. Der Silomais stellt heute neben den Grünlandflächen die bedeutendste Grundfutterquelle in Luxemburg dar. Gleichzeitig gab Fernand Etgen aber auch zu bedenken, dass der Maisanbau auf sensiblen Standorten, wie in Wasserschutzgebieten oder in erosionsgefährdeten Lagen, bei nicht sachgemäßer Produktionstechnik Probleme für die Umwelt bereite. Sinn und Zweck dieser Versuchsbesichtigung sei es deshalb die Landwirte für diese Problematik zu sensibilisieren und ihnen Lösungsansätze zu zeigen, wie der Maisanbau umweltschonender gestaltet werden kann. Marc Weyland, Direktor der ASTA, gab Erklärungen zur Anlage und Gestaltung der besichtigten Maisversuche. Schwerpunkt dieser Versuche waren einerseits die Sortenversuche von Silo- und Energiemais, sowie kulturtechnische Versuche zur mechanischen Unkrautbekämpfung im Mais hinsichtlich eines nachhaltigen und standortgerechten Maisanbaus.

Marc Weyland gab zu verstehen, dass das Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz eine Vielzahl von Agrarumweltmaßnahmen, wie zum Beispiel Zwischenfruchtanbau, minimale Bodenbearbeitung, Untersaaten, reduzierte Düngung, Erosionsschutzstreifen, Fruchtfolgeprogramme, sowie mechanische Unkrautbekämpfung fördere, um den Anbau dieser wichtigen Futterpflanze umweltgerecht zu gestalten. Durch die mechanische Unkrautbekämpfung kann im Maisanbau gänzlich auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden, so Marc Weyland weiter. Experten der ASTA und der Landwirtschaftskammer gaben diesbezüglich Erläuterungen zur praktischen Durchführung der mechanischen Unkrautbekämpfung im Mais.

Communiqué par le ministère de l’Agriculture, de la Viticulture et de la Protection des consommateurs