Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit - Minister übergibt erste Arbeitsverträge

Communiqué – Publié le

Das vom Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft entwickelte Programm zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit zeigt erste Erfolge. Am Freitag, den 27.10 2017 hat Nicolas Schmit, Minister für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft, die ersten zehn Arbeitsverträge an vorher Langzeitarbeitslose in Ettelbrück und Wiltz übergeben.

"Ich bin sehr zufrieden, dass es uns gelungen ist, das Programm jetzt richtig ins Laufen zu bringen. Mit den ersten zehn festen Arbeitsverträgen – fünf in Ettelbrück und fünf in Wiltz – haben wir diesen Menschen nicht nur einen festen Arbeitsplatz gegeben, wir haben ihnen auch ihre Würde zurückgegeben," erklärt Nicolas Schmit.

Inzwischen haben die Gemeinden und die am Programm beteiligten Institutionen 45 Stellen gemeldet. Davon sind für 34 dieser Stellen bereits Kandidaten gefunden worden: 5 Frauen und 29 Männer, von denen 25 bereits älter als 50 Jahre sind, freuen sich über ihren neuen festen Arbeitsplatz. Neben Ettelbrück und Wiltz haben vier weitre Kommunen, acht Vereine, ein Gemeindesyndikat, zwei Stiftungen, ein Sozialunternehmen (Société d’impact sociétal), zwei Fremdenverkehrsämter (Syndicat d’initiative) sowie zwei Föderationen Bedarf und freie Stellen gemeldet.

"Wir werden weiter intensiv darauf drängen, dass wir die für dieses Jahr vorgesehenen 150 Posten auch besetzen," gibt sich der Minister entschlossen."Ich möchte noch einmal eindringlich darauf hinweisen, dass sich nicht nur Gemeinden am Programm beteiligen können, sondern auch Syndikate, Stiftungen, gemeinnützige Vereine und Sozialunternehmen."

"Mit unseren Arbeitsmarktreformen haben wir es geschafft, die Arbeitslosigkeit in Luxemburg Monat für Monat zu reduzieren. Seit 33 Monaten in Folge geht die Arbeitslosigkeit kontinuierlich zurück. Allerdings sind von dieser positiven Entwicklung nicht alle Arbeitslosengruppen gleich erfasst. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt geht vor allem an der Gruppe der Langzeitarbeitslosen, die schon über ein Jahr ohne Arbeit sind, vorbei. Zurzeit sind das 7.277 Personen. Hier versagen offensichtlich die üblichen Marktmechanismen völlig," so Minister Schmit.

"Wir können als soziale Gesellschaft nicht akzeptieren, dass eine so große Zahl an Menschen in prekäre Verhältnisse abrutscht, ohne Hoffnung, jemals da wieder rauszukommen," so der Minister. "Da die üblichen Mechanismen und Maßnahmen der Arbeitsförderung offensichtlich nicht greifen, haben wir mit unserem neuen Gesetz (Dispositif de lutte contre le chômage de longue durée) neue Wege beschritten. Ich weiß, es gibt in den Gemeinden und in den Vereinigungen genug zu tun, um sinnvolle Posten zu schaffen – das nützt den Menschen vor Ort und gibt den vorher lange Zeit Arbeitslosen wieder ihre Würde zurück. Der Staat co-finanziert diese Stellen im erheblichen Umfang. Ich bin optimistisch, dass wir nicht nur die für dieses Jahr vorgesehenen 150 Stellen schaffen, sondern auch im kommenden Jahr durch weitere 400 zusätzliche Stellen Menschen, die anderswie keine Chance hätten, in Arbeit zu bringen."

Communiqué par le ministère du Travail, de l'Emploi et de l'Économie solidaire et sociale