Rencontre des laboratoires de référence européens de l'OMS au Laboratoire national de santé

Communiqué – Publié le

Arbeitstreffen der WHO am Institut für Immunologie

Am 18. und 19.3.2009 trafen sich die Europäischen Referenzlabors der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Masern/Röteln zu einem zweitägigen Arbeitstreffen am Institut für Immunologie (Laboratoire National de Santé/CRP-Santé). Das Treffen diente der Koordination der Zusammenarbeit und Standardisierung innerhalb des WHO-Netzwerks. Als Referenzlabor ist das Luxemburger Institut für 24 Europäische Staaten zuständig. Ausserdem ist es Europäisches Training Center für WHO-Labors der früheren Sowietrepubliken.

In seiner Begrüßungsrede hob der Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo die enge Zusammenarbeit zwischen Luxemburg und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor und würdigte die vielfältigen Aufgaben des Luxemburger Referenenzzentrum.

Vertreter des Robert-Koch-Instituts, Berlin, des Centre for Disease Control - CDC, Atlanta, USA, des Gabrichevsky Instituts, Moskau, des Instituts für Immunologie, Luxembourg, sowie Vertreter der WHO aus Genf und Kopenhagen berieten über das weitere Vorgehen im Kampf gegen diese gefährlichen Viruskrankheiten. In wenigen Jahren sollten die Masern auch in Europa ausgerottet sein. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die WHO ein weltweites Netzwerk von Speziallabors aufgebaut, die die Diagnostik und die Kontrolle der entsprechenden Viren verbessern sollen. In Zukunft werden ggfs auch andere Viren wie Mumps und Influenza hinzukommen. Die EURO-Region umfasst insgesamt 54 Länder von Island bis zur Pazifikküste Sibiriens und von Norwegen bis Tadschikistan mit jeweils einem Nationalen Referenzlabor und weiteren subnationalen Labors.

Ein vergleichbares Netzwerk, das von der WHO koordiniert wird, hat die Kinderlähmung (Polio) fast weltweit eliminiert. Auch wenn in den letzten 5 Jahren enorme Fortschritte gemacht wurden, so läuft das reiche Europa den Plänen der WHO eher hinterher. In einem viel beachteten Artikel der Januarausgabe 2009 in The Lancet haben Dr. Jacques Kremer und Prof. Dr. Claude P. Muller vom Luxemburgischen Referenzzentrum Hindernisse zur Umsetzung der WHO-Impfempfehlungen in Europa diskutiert.

Das Institut für Immunologie beschäftigt sich vor allem mit den genetischen Veränderungen bzw. Mutationen von Viren, die beim Menschen oder auch bei Tieren Krankheiten hervorrufen. Von besonderem Interesse sind die sog. Zoonosen, also Tierviren, die auch den Menschen infizieren können. So haben die Arbeiten des Instituts über die ersten H5N1 Viren in Afrika und die molekulare Evolution dieses gefährlichen Erregers der Hühnergrippe weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. In den vergangenen Jahren haben die Wissenschaftler auch mehrere neue Typen des Hepatitis B Virus in Afrika und in Südost Asien gefunden, und mehrere genotypische und serologische Varianten von Hühnerviren detektiert.

Seit fast 15 Jahren bildet das luxemburgische Institut Mitarbeiter anderer WHO Referenzlabors aus. Mitarbeiter des Instituts dienen als wissenschaftliche Berater in verschiedenen WHO-Ausschüssen, begutachten Forschungsprojekte der WHO, akkreditieren Labors und entwickeln Testreagentien.

(communiqué par le Laboratoire national de santé/CRP-Santé)