Institut für Immunologie, LNS/CRP-Santé: Symposium anlässlich des Antritts des 50. Doktoranden

Communiqué – Publié le

Mit einem wissenschaftlichen Symposium gefolgt von einem Festakt beging das Institut für Immunologie des Laboratoire national de santé/CRP-Santé am Freitag, den 15.05.2009 den Antritt der 50. Doktorandin von Prof. Claude P. Muller.

Zahlreiche seiner früheren Doktoranden, sowie Doktoranden und Studenten aus dem In- und Ausland, nahmen an dem Symposium teil. Der Festvortrag von Prof Dr. Harald zur Hausen, Nobelpreisträger von 2008 für Physiologie und Medizin, über das Papillomavirus und andere krebserregende Viren bildete den Höhepunkt der Veranstaltung.

Dr. Jean-Claude Schmit, Direktor des CRP-Santé, Prof. Dr. Michael Menger, Dekan der medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes, Prof. Dr. Dirk Hellhammer als Vertreter der Universität Trier, und François Biltgen, Minister für Forschung, Kultur und Arbeit würdigten die hervorragende Ausbildung, die die Doktoranden am Institut für Immunologie geniessen. Diese wurde auch vom Conseil scientifique des CRP-Santé in seiner letzten Begutachtung als vorbildlich bewertet, hob der Direktor des CRP-Santé hervor.

Das Institut für Immunologie ist bei verschiedenen Universitäten akademisch angebunden. So ist der Leiter des Instituts Professor an der Universität des Saarlandes und Visiting Professor an der Universität Ibadan, Nigeria. Das Institut ist auch Teil des Forschungsinstitut für Psychobiologie der Universität Trier. Im Rahmen eines der renommierten International Research Training Groups der Deutschen Forschungsgesellschaft werden zusammen mit den Universitäten Trier und Leiden (NL) Doktoranden in kognitiven und molekularen Aspekten von Stress ausgebildet. Im Jahr 2008 schlossen insgesamt 5 Doktoranden erfolgreich ihre Ausbildung im Institut ab, z.T. mit höchster Auszeichnung.

Neben einem anspruchsvollen Forschungsprojekt lernen die Doktoranden ihre Ergebnisse auf internationalen Konferenzen und in Fachzeitschriften zu veröffentlichen; sie entwickeln Projektanträge und begutachten (peer-reviewing) wissenschaftliche Artikel. Regelmässige Arbeitsgruppen, Vorlesungen und Seminare, internationale Kollaborationen mit Forschungseinrichtungen, Universitäten, WHO, EU etc sind weitere Merkmale der Ausbildung. 2003 erhielt das VIRIM Network of Excellence, das vom Institut für Immunologie ausgeht, den Regionalen Wissenschaftspreis für Innovation für seine Zusammenarbeit in der Grossregion, die bereits in über 40 Publikationen seinen Niederschlag gefunden hat. Aufgrund des hervorragenden Angebotes schafft es das Institut Studenten anzuziehen, die sich bereits während ihres Studiums durch Auszeichnungen hervorgetan haben. So ist es nicht verwunderlich, dass viele der Doktoranden Karrieren u.a. in den renommiertesten Forschungsinstituten in Europa und Amerika gemacht haben. Einige sind in der Zwischenzeit selbst Universitätsprofessoren.

Mitarbeiter des Institut haben in den vergangenen 15 Jahren insgesamt 157 wissenschaftliche Artikel publiziert (83 unter Beteiligung von Doktoranden) und über 650 Vorträge in 41 Ländern gehalten. Einige Artikel im Bereich Virologie haben in der internationalen Presse weltweites Echo gefunden.

Aufgrund seiner Erfahrung im Aufstöbern von veränderten Viren weltweit, war das 15-köpfige Virologenteam am Institut für Immunologie schon gleich bei Bekanntwerden des neuen mexikanischen Schweinevirus in der Lage dieses nachzuweisen. Durch die Inbetriebnahme eines Hochsicherheitslabors vor 18 Monaten ist das Institut hervorragend auf neue Epidemien vorbereitet. Dies ist ein weiterer Beweis für die Bedeutung der Forschung und Lehre am Institut für Immunologie für die offentliche Gesundheit.

(communiqué par le Laboratoire national de Santé/CRP-Santé)