"Drei Fragen an Fernand Boden". Le ministre du Tourisme au sujet du nouveau tool de réservation SmartMix

Interview – Publié le

Fem Morbach: Die Wirtschaft leidet seit Monaten. Wie positioniert sich der Luxemburger Fremdenverkehr in Krisenzeiten?

Fernand Boden: Die Menschen werden auch weiterhin verreisen - das steht außer Frage. Womoglich werden sie in Krisenzeiten aber weniger lange und weniger weit weg verreisen. Sie suchen sich neue Nahziele. Gerade in diesem Bereich hat der Luxemburger Fremdenverkehr zahlreiche Trümpfe. Unsere Infrastrukturen sind gut, die Hotelbesitzer haben viel investiert. Außer Frage steht aber auch, dass wir gerade in diesen schwierigeren Zeiten Luxemburg im Ausland stärker, anders und besser vermarkten müssen. Wir haben zum Beispiel viele Anstrengungen in Deutschland unternommen mit Erfolg; die Zahl der Touristen und Tagestouristen aus Deutschland hat zugenommen.

Fem Morbach: Zu den festen Einrichtungen des Luxemburger Fremdenverkehrs gehoren die so genannten Fünfjahrespläne. Welche Neuerungen hält der jüngste bereit?

Fernand Boden: Wir ermuntern die Hotels dazu, verstärkt in Wellness-Einrichtungen zu investieren. Im Norden und auch in Echternach gibt es konkrete Projekte. Ein Camping-Betreiber will ein Spaßbad bauen, über ein Spaßbad im Mullerthal wird ebenfalls weiterhin nachgedacht und an der Mosel soll endlich auch das Hotel-Angebot erweitert werden. Darüber hinaus wollen wir künftig Beihilfen auch für Hotels mit mehr als 75 Zimmern gewähren - damit soll gerade der landliche Raum auch internationalen Hotelketten schmackhaft gemacht werden.

Fem Morbach: Seit dem Beginn dieses Janres gibt es auch viele Klagen aus der Fremdenverkehrsbranche. Doch wie war das Jahr 2008?

Fernand Boden: Unter dem Strich war das Jahr 2008 besser als erwartet, die Zahlen kommen nah an jene aus dem sehr guten Jahr 2007 heran. Wenn 2009 ahnlich gut werden würde, wäre ich mehr als zufrieden. Ich gehe aber davon aus, dass in den kommenden Monaten der Geschäfts- und Kongresstourismus leiden wird. Das zeichnet sich bereits ab.