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Etienne Schneider wurde am 29. Januar 1971 in Düdelingen geboren.
Studium und Ausbildung
Nach dem Besuch des technischen Gymnasiums Lycée technique Nic Biever in Düdelingen sowie anschließend des technischen Gymnasiums Lycée technique d’Esch-sur-Alzette studierte Etienne Schneider am Institut catholique des hautes études commerciales (ICHEC) in Brüssel sowie an der Greenwich University in London, wo er 1995 einen Hochschulabschluss in Handels- und Finanzwissenschaften erwarb.
Ministerämter
Etienne Schneider wurde am 1. Februar 2012 zum Minister für Wirtschaft und Außenhandel ernannt.
Sonstige politische Ämter
Zwischen 1995 und 2005 war Etienne Schneider Gemeinderatsmitglied in Kayl.
Von 1997 bis 2004 war er Generalsekretär der Fraktion der Luxemburger Sozialistischen Arbeiterpartei (LSAP) in der Abgeordnetenkammer.
Im Anschluss an die Gemeindewahlen von 2005 wurde er Erster Beigeordneter des Bürgermeisters der Gemeinde Kayl und übte dieses Amt bis Mai 2010 aus.
Berufliche Tätigkeiten
Von 1995 bis 1996 war Etienne Schneider wissenschaftlicher Assistent beim Europäischen Parlament in Brüssel.
Von 1996 bis 1997 war er als Ökonom bei der LSAP-Fraktion in der Abgeordnetenkammer tätig.
1997 arbeitete er als Projektleiter bei der NATO in Brüssel.
Nach den Parlamentswahlen von 2004 wurde Etienne Schneider Regierungsrat im Ministerium für Wirtschaft und Außenhandel, wo er vor allem für die Direktionen für Energie, elektronischen Handel und Datensicherheit zuständig war.
2009 wurde er Erster Regierungsrat und war für die Direktionen Wirtschaftsentwicklung, Infrastruktur und Energie des Ministeriums für Wirtschaft und Außenhandel verantwortlich. 2011 wurde er für die Generaldirektion Wirtschaftsentwicklung, Industrie und Unternehmen zuständig.
Auf Vorschlag der Regierung sowie angesichts seiner Aufgaben im Ministerium für Wirtschaft und Außenhandel war Etienne Schneider Verwaltungsratsmitglied mehrerer Gesellschaften. So wurde er 2005 Präsident und Vorstand der Société électrique de l’Our (SEO). Nachdem er die Verhandlungen, die 2010 zur Gründung von Enovos führten, geleitet hatte, wurde Etienne Schneider, der seit 2004 Verwaltungsratspräsident von Cegedel SA war, anschließend Vorsitzender von Enovos International SA und Enovos Deutschland AG. Darüber hinaus wurde er 2010 Präsident und Vorstand der Netzgesellschaft Creos.
Ende 2010 wurde er Vizevorsitzender der Nationalen Kredit- und Investitionsgesellschaft (Société nationale de crédit et d’investissement − SNCI).
Etienne Schneider ist am Tag seiner Ernennung zum Minister von all diesen Ämtern zurückgetreten.
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