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Interview
"Wir sind noch nicht am Ende der Marktkrise angekommen". Le Premier ministre au sujet de la situation économique en Europe et au Luxembourg et de la crise sur les marchés financiers
"d'Wort" du 11-02-2008

Vers le niveau supérieur

d'Wort: Wie ist die ökonomische Situation in Europa und der Welt?

Jean-Claude Juncker: Ich habe wie auch schon in den Vorwochen darauf hingewiesen, dass sich das Wachstum 2008 weltweit abschwächen wird. Wir erreichen in der Eurozone mit 1,8 Prozent ein Wachstum, das an unser Wachstumspotenzial heranreicht. Die wirtschaftlichen Eckdaten der Eurozone sind gut und deutlich besser als in den USA. Das europäische Wachstum bleibt robust. Die amerikanische Wirtschaft wird relativ weit entfernt von ihrem eigentlichen Potenzial wachsen. Man muss daher Verständnis aufbringen, dass die USA mit geldpolitischen Maßnahmen sowie einem Konjunkturprogramm versucht, die Wirtschaftsentwicklung zu beleben. Eine solche Notwendigkeit gibt es in der Eurozone nicht. In Europa werden zudem Stabilitätsfaktoren, wie eine vorzeitige Haushaltskonsolidierung einiger Mitgliedsländer, eine breitere Wirkung haben, als in den USA.

d'Wort: Thema in Tokio war die Finanzmarktkrise. Gibt es politischen Handlungsbedarf zur Stabilisierung der Märkte?

Jean-Claude Juncker: Wir sind noch nicht am Ende der Marktkrise angekommen. Die Korrekturen werden sich noch über einige Wochen und Monate hinziehen. Wir haben uns in Tokio darauf verständigt, sollte es zu irrationalen Kursbewegungen an den Märkten kommen, werden wir kollektiv geeignete Maßnahmen zur Beruhigung der Finanzmärkte ergreifen.

d'Wort: Was wären denn konkrete Maßnahmen?

Jean-Claude Juncker: Wer eine Strategie hat, soll sie nicht darlegen, sonst verpufft ihre Wirkung, wenn sie erklärt wird.

d'Wort: Was ist die genaue Botschaft des G7-Treffens an die Finanzmärkte?

Jean-Claude Juncker: Die Botschaft der G7 nicht nur an die Finanzmärkte ist, dass es bei einem robusten Wachstum bleiben wird, dass zweitens die Fundamentaldaten der Eurozone gut sind, womit sich die Ankerwirkung des Euros bestätigt, was zur Stabilität des Weltwährungssystem beiträgt. Außerdem gibt es die Botschaft, dass die Finanzmärkte nicht ungeschoren aus der Situation, die sie durch eigenes Fehlverhalten mitverschuldet haben, herauskommen werden, da es zu einer massiven Steigerung der Transparenzregeln kommen wird. Es wird zu einer besseren Koordinierung der Überwachungssysteme kommen. Auch die Ratingagenturen müssen sich umorientieren.

d'Wort: Welche Auswirkungen ergeben sich aus der aktuellen Finanzmarktkrise für die Luxemburger Wirtschaft, die erheblich von der Entwicklung an den Märkten abhängt?

Jean-Claude Juncker: Es liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass die Auswirkungen der US-Immobilienkrise die luxemburgische Realwirtschaft erreicht haben. Ich erwarte auch keine direkten Folgen. Tatsache wird sein, dass die Steuereinnahmen aus dem Finanzgeschäft geringer ausfallen werden als 2007.

d'Wort: Kann ein Unternehmen wie Rakuten einen Teil der Steuerausfälle kompensieren?

Jean-Claude Juncker: Ich freue mich sehr, dass ein Unternehmen wie Rakuten mit seinen e-Commerce-Aktivitäten nach Luxemburg kommt. Die Steuereinnahmen aus dieser Aktivität werden nicht annähernd an die Verluste heranreichen, die sich aus den Folgen der Finanzmarktkrise ergeben.



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