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Interview
"Bedürfnisse der Kunden erfüllen", la ministre des Classes moyennes et du Tourisme Françoise Hetto-Gaasch au sujet des pôles de commerce
"Wort" du 15-06-2010

Vers le niveau supérieur
Françoise Hanff: 2006 kündigte Premierminister Jean-Claude Juncker in seiner Rede zur Lage der Nation an, dass Luxemburg zum Einkaufszentrum der Großregion werden sollte. Wie weit ist dieses Projekt fortgeschritten?

Françoise Hetto-Gaasch: Es handelt sich dabei sicherlich um eine ambitiöse Zielsetzung, an der permanent gearbeitet wird und in die bereits viel Geld geflossen ist. Die Hauptidee besteht darin, in- und ausländische Kundschaft mehr an unsere Geschäfte zu binden; zum Beispiel durch Werbung und verstärkte Ausbildung des Personals. Außerdem ist es wichtig, eine große Auswahl an vielen verschiedenen Geschäften zu haben, und das ist auch der Grund dafür, weshalb so viele Geschäftsflächen in der Planung und im Bau sind. In die Schaffung des "Pole de commerce" werden Ende 2010 rund acht Millionen Euro geflossen sein.

Françoise Hanff: Wie viele Quadratmeter Geschäftsfläche gibt es zurzeit in Luxemburg und wie viele befinden sich in der Genehmigungsphase?

Françoise Hetto-Gaasch: 950 000 Quadratmeter existieren bereits, hierin sind alle Geschäftsflächen vom großen Supermarkt bis zur Tankstelle inbegriffen. Das sind 1,9 Quadratmeter pro Einwohner, was einem guten EU-Durchschnitt entspricht. Da Luxemburg jedoch den höchsten Umsatz pro Quadratmeter Geschäftsfläche hat, könnten wir auf 2,2 Quadratmeter pro Einwohner zugehen. In der Planung und im Bau befinden sich 177 000 Quadratmeter. Liwingen wird in diesen 177 000 Quadratmetern übrigens noch nicht berücksichtigt. Wenn diese neuen Projekte umgesetzt sind und die Bevölkerung nicht weiter wächst, sind wir am Limit angekommen. Wenn aber die Zahl der Einwohner wie in der Vergangenheit zunimmt, dann könnte man, wenn diese 177 000 Quadratmeter geschaffen wurden, neue Projekte angehen.

Françoise Hanff: Zahlreiche große Geschäftsflächen sind im Bau und in der Planung. Gibt es dafür überhaupt ausreichend Kundschaft?

Françoise Hetto-Gaasch: Die Betreiber haben zweifellos Marktstudien durchgeführt, die die Bedürfnisse der Kunden verdeutlichen.

Françoise Hanff: Allerdings nimmt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Kaufkraft der Menschen ab. Könnte dies ein Problem darstellen?

Françoise Hetto-Gaasch: Ich glaube nicht, dass man das verallgemeinern kann. Von Seiten der Regierung ist viel getan worden, um die Kaufkraft zu erhalten. Im Juli erfällt eine Indextranehe. Meiner Meinung nach gibt es noch viel Kaufkraft bei den Konsumenten. Man muss bedenken, dass ein Teil des Geldes, das hier zu Lande erwirtschaftet wird, nicht hier ausgegeben wird. Und die Idee besteht darin, dass die Menschen sowohl die Pendler als auch die Einwohner - ihr Geld im Großherzogtum ausgeben. Pro Jahr gibt jeder Einwohner 15 000 Euro aus, was 33 Prozent mehr als in Frankreich ist.

Françoise Hanff: Ist die räumliche Aufteilung der Shoppingzentren sinnvoll? Machen sie sich nicht gegenseitig Konkurrenz?

Françoise Hetto-Gaasch: Die neuen Geschäftsflächen werden dort angelegt, wo die Menschen sind, d. h. im Zentrum und im Süden. Entlang einer Autobahn ist es sicherlich sinnvoll, ein Shoppingzentrum zu schaffen. Bei der Aufteilung werden auch landesplanerische und umweltbezogene Kriterien beachtet. In Europa wird übrigens die Zahl der großen Einkaufsflächen gesetzlich geregelt, um die Geschäftswelt in den Städten zu schützen.

Françoise Hanff: Umweltschützer sprechen von Landschaftszersiedlung und Umweltverschmutzung. Wie sehen Sie das?

Françoise Hetto-Gaasch: Meiner Meinung nach ist das Land nicht allzu sehr zersiedelt, es gibt noch sehr viele grüne Flächen. Bei der Ansiedlung der Geschäftsflächen muss man bedenken, dass sie das am liebsten in der Nähe ihrer Kundschaft tun. Auch das Angebot ändert konstant. Man muss den Markt beobachten und flexibel sein, um auf dessen Entwicklung zu reagieren und das anzubieten, was in dem Moment gefragt ist. Ein wichtiger Punkt ist die Schaffung von Arbeitsplätzen: Bei den aktuell geplanten neuen Projekten sollen es rund 4 000 sein. Außerdem übernehmen Einkaufszentren heutzutage zum Teil auch eine soziale Funktion.

Françoise Hanff: Welche Auswirkungen könnte die Entwicklung auf den Einzelhandel haben?

Françoise Hetto-Gaasch: Dem Einzelhandel in der Stadt Luxemburg rate ich, von seinen Rechten bezüglich die Öffnungszeiten zu profitieren und bis 20 Uhr geöffnet zu haben. Nach ihrer Arbeit wären sicherlich viele Konsumenten froh, wenn sie noch ihre Einkäufe erledigen könnten. Kleine Lebensmittelgeschäfte in den Dörfern haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Wenn der Einzelhandel einen Mehrwert bietet, beispielsweise bei der Beratung, werden sich die Einbußen in Grenzen halten.



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