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Interview
Françoise Hetto-Gaasch au sujet de l'évolution du village de Schengen et de la région mosellane
"Luxemburger Wort" du 27-08-2010

Vers le niveau supérieur

Luxemburger Wort: Frau Ministerin, Sie haben bei Ihrem Rundgang durch Shengen die neue Esplanade, das neue Europa-Museum und die Freiluft-Ausstellung gesehen, zwölf Blumenkübel befinden sich auf der Grenzbrücke und das Schloss empfängt seit geraumer Zeit seine Gäste. Wie gefällt Ihnen das "neue" Shengen?

Françoise Hetto-Gaasch: In Shengen kann man die Dynamik, die sich hier entwickelt hat, richtig spüren. Viele Akteure haben sich stark engagiert, ob nun die Shengen Asbl, das äußerst aktive "Syndicat d'initiative", die Gemeinde, die Winzer oder die Vereine und Bürger. Wenn man auch sieht, was sich bei den Baggerweihern tut, kann man sagen, dass hier sehr viel passiert ist. Das ist nicht nur eine Aufwertung für die Moselregion, sondern für das ganze Land. Nicht umsonst finden auch private Investoren aus den Bereichen Gastronomie, Beherbergung und Tagungswesen den Weg nach Sehengen.

Luxemburger Wort: Was hat Sie bei Ihrem Rundgang besonders beeindruckt?

Françoise Hetto-Gaasch: Die gute Zusammenarbeit zwischen den Partnern. Sowohl Gemeindeverwaltung, Shengen Asbl, der Fremdenverkehrsverein und einzelne Akteure, darunter Marc Schoentgen mit seiner Freiluft-Ausstellung, als auch die privaten Investoren, haben hier sehr gute Arbeit geleistet.

Luxemburger Wort: Welche Rolle spielt Shengen, touristisch gesehen, für Einheimische beziehungsweise für die Einwohner des Dreiländerecks?

Françoise Hetto-Gaasch: Da kann man alle Einwohner Luxemburgs in die Frage einbeziehen. Das Europamuseum beispielsweise vermittelt die Geschichte auf eine mitreißende, didaktische und spielerische Art und Weise. Dabei denke ich nicht nur an Schulklassen, sondern auch an Luxemburger, die nicht sehr gut über das Thema Schengener Abkommen informiert sind. Das Konzept hat sich schon bewährt. Fanden 2009 knapp 11 000 Besucher den Weg in das Museum, konnten seit der Wiedereröffnung Mitte Juni schon rund 8 000 Gäste gezählt werden.

Luxemburger Wort: Jetzt hat es im Rahmen des 25. Jubiläums im Raum Shengen einen Aufschwung gegeben. Nachher ist man immer schlauer, aber hätte Shengen nicht schon früher einen solchen Impuls gebrauchen können?

Françoise Hetto-Gaasch: Sicher, aber man muss auch sehen, dass die Akteure sich hier zum richtigen Zeitpunkt gefunden haben. Im Grunde genommen war die Shengen Asbl Vorreiter in Sachen regionale Tourismusvermarktung. Wenn ich sehe, wie die Shengen Asbl, an der sich die Gemeinden Sehengen, Bürmeringen, Wellenstein, Bad Mondorf und Remich beteiligen, in Zukunft mit dem regionalen Tourismusamt (ORT) Mosel arbeiten möchte, dann macht mir das Freude.

Luxemburger Wort: Welchen Beitrag hat das Tourismusministerium zu den Feierlichkeit des 25. Jahres nach Unterzeichnung des Schengener Abkommens geleistet?

Françoise Hetto-Gaasch: Das "Syndicat d'initiative" hat von uns einen Kostenbeitrag von 16 000 Euro erhalten, um die Feierlichkeiten zum Volksfest Mitte Juli zu organisieren. Die Vertreter haben uns ihre Pläne vorgestellt. Da waren Projekte dabei, die zu kostspielig waren. Man muss auch aufpassen, dass der Aufwand nicht so groß wird. Im Nachhinein waren sie froh, dass nicht noch mehr Pläne umgesetzt wurden. In diesem Kontext muss auch ganz klar gesagt werden, dass sehr viele Menschen im Ehrenamt tätig waren. Das verdient großen Respekt.

Luxemburger Wort: Wie soll Schengen in Zukunft touristisch vermarktet werden, also im 26., 27., 28. Jahr nach dem Abkommen?

Françoise Hetto-Gaasch: Jetzt müssen wir dranbleiben und weiterhin gut werben. Es kann noch mehr offensives Marketing im Ausland betrieben werden. Wichtig ist es, dass die Gäste in Shengen bleiben. Nun gilt es, die Kundenwünsche noch genauer zu analysieren um die touristischen Angebote so zu gestalten, damit die Gäste nicht nur einen Tagesausflug in die Moselregion unternehmen, sondern auch in der Region übernachten.

Luxemburger Wort: Shengen hat den Riesenvorteil, dass es einen weltbekannten Namen hat. Kann man behaupten, dass Shengen das Aushängeschild an der Mosel ist?

Françoise Hetto-Gaasch: Shengen ist eher das Tor für das ganze Land.

Luxemburger Wort: Welchen Stellenwert haben dann die anderen Moselgemeinden in Luxemburg?

Françoise Hetto-Gaasch: Diese sollen sich nicht als Konkurrenten von Shengen sehen, sondern als Partner. Diese Gemeinden haben auch ihre Stärken. Alle Gemeinden sollen etwas von der Zusammenarbeit haben. Das bedeutet auch, dass die Einwohner aus der einen Gemeinde den Gästen auch die anderen Gemeinden an der Mosel empfehlen.

Luxemburger Wort: Die Luxemburger Mosel soll Zukunft über den ORT Mosel vermarktet werden. Wie ist da der Stand der Dinge?

Françoise Hetto-Gaasch: Die Stärken-Schwächen-Analyse ist jetzt durchgeführt worden, wie das auch in den Regionen Luxemburger Ardennen und Mullerthal/Kleine Luxemburger Schweiz der Fall war. Die Resultate müssen ausgewertet und den Akteuren vor Ort vorgelegt werden. 790 Touristen erhielten allgemeine Fragen, beispielsweise wie das Angebot für Kinder ist und warum sie in Luxemburg Urlaub machen. Außerdem wurden 30 Touristen ganz gezielt befragt. Daraus kann man wichtige Erkenntnisse ziehen. Wir werden uns mit den Akteuren vor Ort an einen Tisch setzen, Workshops organisieren, um dann ein Arbeitsprogramm für das ORT zu entwickeln.

Luxemburger Wort: Befürchten Sie nicht, dass es zwischen dem neuen ORT und der Sehengen Asbl zu Konflikten kommen könnte?

Françoise Hetto-Gaasch: Das wird eine ganz gute Zusammenarbeit. Da habe ich keine Bedenken.

Luxemburger Wort: Und die Sehengen Asbl wird wer ter so in dieser Form bestehen?

Françoise Hetto-Gaasch: Selbstverständlich.



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