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Interview
Mady Delvaux-Stehres au sujet du concept de l'école de la deuxième chance
"Luxemburger Wort" du 06-05-2011

Vers le niveau supérieur

Luxemburger Wort: Wird in Luxemburg genügend unternommen, um Schulabbrecher aufzufangen bzw. es gar nicht erst so weit kommen zu lassen?

Mady Delvaux-Stehres: Luxemburg steht mit seiner Schulabbrecherquote von neun Prozent im Jahr 2010 im EU-Vergleich noch ziemlich gut da. Vor acht Jahren waren es noch 17 Prozent. Dennoch verlassen über 500 Schüler jedes Jahr die Schule ohne Abschluss. Schulabbrecher werden von der "Action locale jeunes" aufgesucht und begleitet. Alle Reformmaßnahmen gehen in Richtung individuelle Förderung und Betreuung, insbesondere in den ersten Schullebensjahren, damit Kinder die gleichen Bildungschancen haben.

Luxemburger Wort: Wer sind die Schulabbrecher und was sind die häufigsten Gründe?

Mady Delvaux-Stehres: Es sind mehr Jungen (60 Prozent) als Mädchen (40 Prozent). Ausländische Kinder und insbesondere Kinder aus einem sozial und wirtschaftlich schwachen Milieu laufen Gefahr, zu Schulabbrechern zu werden. Die meisten stammen aus dem "Régime professionnel", haben bereits einen Rückstand von zwei oder mehr Jahren und viele Misserfolgserlebnisse hinter sich. Sie haben einfach keine Lust mehr auf Schule, sind unmotiviert, fühlen sich falsch orientiert.

Luxemburger Wort: "Schlechte" Schüler fühlen sich allein gelassen, nicht wahrgenommen, nutz- und wertlos. Muss Schule nicht genau hier ansetzen, an der Beziehungsebene zwischen Lehrern und Schülern?

Mady Delvaux-Stehres: Früher war die Persönlichkeitsentwicklung der Lehrer kein Thema. Das hat sich geändert. Vor allem fragile Schüler brauchen gute Lehrer. Es ist Aufgabe der Gesellschaft, sich um jeden einzelnen Schüler zu kümmern. Aus diesem Grund wollen wir in den Lyzeen das Tutorat einführen: Jeder Schüler hat einen Coach, mit dem ihn eine intensivere Beziehung verbindet als mit Lehrern, die er nur zwei Stunden in der Woche sieht. Beziehung und Austausch zwischen Lehrern und mit Eltern sind ebenso wichtig.



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