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> home > Salle de presse > Interviews > Janvier 2012 > Romain Schneider fait le bilan de son travail en tant que ministre des Sports

Interview
Romain Schneider fait le bilan de son travail en tant que ministre des Sports
"Tageblatt" du 02-01-2012

Vers le niveau supérieur

Christophe Junker: Sie sind jetzt seit fast zwei Jahren Sportminister. Wie sieht Ihre Zwischenbilanz aus?

Romain Schneider: Als ehemaliger Sportler war der Posten des Sportministers natürlich ein Traum. Und so sehe ich es auch heute noch. Zunächst habe ich, wie in fast allen anderen Ministerien auch, nahezu ein Jahr gebraucht, um den Überblick über alle Dossiers zu bekommen, um Kontakte aufzubauen. Nach dieser Anlaufzeit ist man dann endlich angekommen, ob beim COSL, den einzelnen Verbänden oder den Sportlern selbst. Auch wenn es von außen nicht immer so den Anschein hat, ist es doch eine recht komplexe Angelegenheit.

Christophe Junker: Eine eher positive oder negative Zwischenbilanz?

Romain Schneider: Nach dieser Anlaufzeit fällt sie sehr positiv aus. Weil ich mir auch bewusst wurde, dass ich eine richtige Sportpolitik einfließen lassen konnte in einzelne Bereiche. Ob für unsere Gesellschaft, im Bereich des Hochleistungssports oder im Sport allgemein. Derzeit bereitet das COSL mit uns als Partner ein Sportkonzept für Luxemburg vor. Derzeit arbeiten ein paar Arbeitsgruppen an diesem Projekt. Oder das Konzept 'Gesond iessen, mi bewegen': Dort setzen wir als Regierung ein klares Zeichen gegen ein allgemeines Gesellschaftsproblem. Auch im schulischen Bereich wurden etliche gute Kontakte mit z.B. dem Schul- und Familienministerium hergestellt. Das sind die Pisten, an denen ich die kommenden Jahre vor allem weiterarbeiten will.

Christophe Junker: In welche Richtung orientiert sich dieses Sportkonzept?

Romain Schneider: Es ist auf dem kanadischen System LTAD (long term athiete development, d.Red.) aufgebaut, Kompetenzen und Motorik spezifisch ein bestimmtes Alter betreffend zu fördern. Nicht, um sich auf eine einzelne Sportart zu konzentrieren, sondern um vielfältig zu bleiben. Es geht darum, Bewegung und Talent zu fördern. Das sind die Grundprinzipien. Es geht darum, Kinder aufzufangen, bei Null anzufangen und bis hoch zu einem gewissen Alter zu arbeiten, das Ganze mit qualifiziertem Personal. Ein anderes Projekt, an dem ich intensiv arbeite und das mir am Herzen liegt, ist die Trainerausbildung. Dort wurde zuvor bereits gute Arbeit von Pilo Fonck und Denis Scuto als Präsidenten des Conseil supérieur geleistet, und jetzt hilft Rob Thillens, die letzten Details zu regeln.

Christophe Junker: Wurde sich ein Stichdatum gesetzt, bis wann diese Arbeiten abgeschlossen sein sollen?

Romain Schneider: Eine Frist haben wir uns keine gesetzt. Wir treffen uns zweimal jährlich mit dem COSL, und Anfang Januar 2012 treffen wir uns, um zu sehen, wo wir derzeit stehen. Ich gehe davon aus, dass wir unsere Arbeit dann im Laufe des Jahres vorstellen können. Langfristig, da wir ja bekanntlich mit Fünf -Jahres-Plänen arbeiten, wird man die ersten Ziele, Fortschritte wohl in zehn, 15 Jahren erreichen bzw. erkennen.

Christophe Junker: Haben Sie die Regierung mit Ihrer Aktion "Gesond iessen, méi bewegen" überzeugen können?

Romain Schneider: Ich denke schon, dass unsere Botschaft angekommen ist. Vor allem, da wir nicht nur in Luxemburg das Problem haben, dass es uns an Bewegung mangelt und die Fettleibigkeit zunimmt. Dieses Problem ist inzwischen aus Amerika nach Europa übergeschwappt. Das haben Studien eindeutig belegt. Auch das Budget, das uns zur Verfügung gestellt wurde, zeigt, dass wir eine neue Linie fahren wollen. Nächster Punkt wird sein, zu belegen, was der Sport der Wirtschaft bringt. Ob das Investitionen oder Einrichtungen sind. Die 'Sport Satellite Accounts' (europäisches Konzept zum Erfassen von wirtschaftlichen Faktoren in Zusammenhang mit Sport, d.Red.), wie sie Polen jetzt bei der Fußball-Europameisterschaft betreibt. Sich die Frage stellen: Was bringt uns das Ganze wirtschaftlich? Europaweit wird an diesen 'Konten' gearbeitet. Wenn wir das erst mal fertiggebracht haben, können wir der Regierung klar darlegen, was uns verschiedene Investitionen im Endeffekt bringen; Abbau der Krankenkassendefizite, Schaffung von Arbeitsplätzen, usw. Ein Beispiel: die Spiele der kleinen europäischen Staaten 2013 in Luxemburg. Daran arbeiten wir, um festzustellen, was solch eine Veranstaltung Luxemburg bringt, ob im Bereich der Hotelleric, etc.

Christophe Junker: Haben Sie es nicht schwer, Investitionen zu verteidigen, weil im Nachhinein oftmals die Kosten regelrecht explodieren'. Beispiel Pei-Museum, Nordstraße usw., usf.

Romain Schneider: Richtig, oft werden nur die reinen Ausgaben betrachtet, und erst auf den zweiten Blick fällt auf, was uns verschiedene Investitionen eigentlich wirklich bringen.

Christophe Junker: Stichwort Finanzen. Wie steht es um die großen Projekte, wie beispielsweise das Velodrom?

Romain Schneider: Beim Velodrom ist es so, dass eine Arbeitsgruppe die ganze Sachlage analysiert hat. Wie sich herausgestellt hat, erfüllt der Standort Mondorf sämtliche Anforderungen. Im Januar setzen wir uns mit dem neuen Mondorfer Schöffenrat zusammen, um herauszufinden, ob das Projekt auch in die Praxis umgesetzt werden kann. Anschließend wird entschieden, ob wir konkret die Arbeit dort fortführen können. Es geht uns darum, zu wissen, wie wir dieses Areal später beispielsweise mit einem Lyzeum in Mondorf verbinden und Synergien schaffen können. Bleibt abzuwarten, wie es mit der Finanzierung aussieht, wie es weitergeht, wenn das Velodrom erst mal steht.

Christophe Junker: Welche Kandidaten gab es noch?

Romain Schneider: Es gab ein paar Gemeinden, die uns geschrieben haben, um ihr Interesse mitzuteilen. Außer Mondorf hat aber keine die Kriterien erfüllt. Meistens ist es an den fehlenden finanziellen Investitionen gescheitert.

Christophe Junker: Wie sehr steht und fällt ein Velodrom in Mondorf mit dem Namen Schleck?

Romain Schneider: Das ist eher Zufall. Steve Schleck, der im Mondorfer Gemeinderat sitzt, ist nicht mehr oder weniger von diesem Projekt begeistert als beispielsweise die Bürgermeisterin.

Christophe Junker: Die Vorteile von Mondorf?

Romain Schneider: Seine Lage. Geplant ist eine Bahn von 250 Metern. Vom Sportministerium haben sich kürzlich Kim Kirchen, Manuel Costa und Marc Mathekowitsch das Velodrom in Gent angesehen. Auch deren Piste liegt recht zentral und zieht viele Leute aus der Großregion an. Mondorf könnte das Gleiche gelingen und Interessenten aus Deutschland oder Frankreich anziehen. Hauptpunkt war aber, dass der Standort perfekt ist und die Arbeiten dort gleich beginnen könnten. Es liegen keine Schutzzonen oder ähnliches drum herum. Was wir definitiv wissen, ist, wann das Velodrom nicht gebaut wird: vor 2013, wie es Premierminister Jean-Claude Juncker verlangt.

Christophe Junker: Wo genau soll gebaut werden?

Romain Schneider: Unweit der Fußballplätze, dort wo auch das Lyzeum und eine Sporthalle vorgesehen sind. Die Grundstücke gehören ausschließlich Staat und Gemeinde. Es müssen keine Privatgrundstücke erworben werden.

Christophe Junker: Am 9. November warf FSCL-Präsident Jean Regenwetter in einem offenen Brief noch einmal die Idee auf, Velodrom und Fußball-Nationalstadion miteinander zu verbinden. Ist diese Idee definitiv vom Tisch?

Romain Schneider: Man soll nie nie sagen, schließlich wissen wir nicht, wie alles endet. Wollen wir aber konkret vorankommen, müssen wir eines Tages sagen: ja oder nein. Falls es nicht Mondorf wird, gilt es wieder andere Ideen zu verfolgen.

Christophe Junker: Wie schwer wird es in Zukunft, Gelder für größere Projekte wie z.B. für ein Füßball-Nationalstadion zur Verfügung zu stellen?

Romain Schneider: Ich bin kein Hellseher, aber wenn wir einen Blick auf Europa und die allgemeine Lage werfen, weiß ich nicht, ob die Regierung 2013 oder 2014 noch mal 65,70 Millionen für ein Fußballstadion zur Verfügung stellen würde. Das sagten wir auch bereits für 2009, 2010. Ich nehme aber an, dass die finanziellen Mittel für den Sport eher abnehmen als zunehmen werden. Daher wurde ja beschlossen, zusammen mit dem Promoter (Flavio Becca, d.Red.) das Gesamtprojekt noch mal zu überdenken und über die Größe der 'zone commerciale' zu sprechen. Die Regierung hat daher mich und die Mittelstandsministerin (Françoise Hetto-Gaasch, d.Red.) beauftragt, Kontakt mit dem Promoter auf zunehmen und zu klären, ob er weiter interessiert ist, dieses Projekt fortzuführen oder nicht. Dieses Treffen findet im Januar statt. Dann wird geklärt, ob und wie weit wir die Größe der kommerziellen Fläche verringern können.

Christophe Junker: Und dann?

Romain Schneider: Wenn das abgespeckte Projekt dann feststeht, erfolgt Etappe zwei. Dann steht ein Referendum an, das der neue Schöffenrat von Roeser bekanntlich in seiner Schöffenratserklärung stehen hat. Dieses soll, so zügig es nur geht, stattfinden, wohl im ersten Halbjahr 2012. Wenn es nein ist, ist es nein. Bei der letzten Versammlung über das Nationalstadion war ich zugegen, und die Hauptpunkte, die beanstandet wurden, waren damals vor allem der Verkehr und das Hochwasserproblem. All diese Diskussionspunkte können gelöst werden, sicherlich auch mit einer Reihe von Umweltauflagen. Eine der wenigen 'sportlichen' Fragen war die der Kapazität. Man sieht es am Beispiel der Coque, bei Basketball- oder Handball-Events: Ist das Angebot da, kommt auch die Nachfrage. Vorher konnten sich keine 5.000 Zuschauer das Basketball-Pokalfinale ansehen, weil es einfach keine so große Halle gab. Ich bin noch nicht so lange Minister, aber das Stade Josy Barthel war schon drei oder vier Mal ausverkauft. 'De Besoin ass also do.' Es werden wohl keine 10.000 Luxemburger zu allen Spielen kommen, aber die Zahl der einheimischen Zuschauer könnte man bestimmt verdreifachen. Und ob nun eine Kapazität von 5.000 oder 10.000 Zuschauern, macht finanziell keinen Unterschied.

Christophe Junker: Wie wichtig ist es aus sportlicher Sicht, dass diese zwei Großprojekte das Licht der Welt erblicken?

Romain Schneider: Mir geht es als Sportminister auch darum, ordentliche Spielstätten zu garantieren. In diesen Fällen geht es einerseits um den größten, andererseits um den derzeit populärsten Sportverband. Der Radsport ist derzeit sehr populär, und ihm stehen keine Infrastrukturen zur Verfügung. Es geht um die Zukunft des Radsports, um jene hinter den Kirchens, Schlecks, Didiers, Gastauers, Jungels' und Co. Es geht um spätere Olympia-Teilnahmen, darum, die Dynamik im Radsport weiter fortleben zu lassen.

Christophe Junker: Leidet das Stadion unter dem Namen Becca?

Romain Schneider: Wirtschaftlich gesehen müssen wir froh sein über Leute, die Sachen in die Hand nehmen, die investieren. Viele verdienen an so einem Projekt - vor, während und nach dem Bau. Die Debatte im Parlament stand klar unter dem Einfluss der bevorstehenden Wahlen. Es war nicht gut, die Politik so in ein schlechtes Licht zu rücken.

Christophe Junker: Das Projekt entspricht ja auch dem Ziel der Regierung, Luxemburg zum "Einkaufszentrum der Großregion" zu machen. Angesichts des Widerstands: Hat die Regierung dieses Ziel schlecht "verkauft"?

Romain Schneider: Vielleicht gab es eine schlechte Kommunikation über das Projekt, was genau dahin kommen soll. Aber wäre es wirklich eine Konkurrenz zu anderen Zentren? Warum nicht hier so etwas anstatt in Grass oder Thionville? Auf dem Parking in Zweibrücken sieht man sehr viele Autos mit gelben Kennzeichen, und es sind keine niederländischen. Es kann durchaus eine Komplementarität entstehen, dafür gibt es genügend Beispiele. Zentren gingen 'kaputt' und bauten sich wieder neu auf.

Christophe Junker: Wir reden jetzt über Einkaufszentren. Verliert man da nicht manchmal das aus Ihrer Sicht Wesentliche aus den Augen?

Romain Schneider: Ja, schon, aber der Sport ist hier 'tributaire'. Es ist ein Mega-Projekt, aber man muss die Zusammenhänge sehen.

Christophe Junker: Ist das Einkaufszentrum ein lästiges "Anhängsel" oder der Fußball?

Romain Schneider: Zum Fußball: Wir wissen, dass es 'alleine' kein Stadion geben wird, also muss es anders gehen. Und wir müssen vorankommen.

Christophe Junker: Themenwechsel: Luxemburg bewirbt sich bekanntlich wieder um eine Etappe der Tour de France. Wie ist dort der Stand der Dinge?

Romain Schneider: Noch vor wenigen Tagen hatte ich Kontakt mit Christian Prud‘homme (TdF-Direktor, d.Red.), und er hat mir mitgeteilt, dass es noch etwas zu früh sei, über eine Etappe in den Jahren 2014 oder 2015 zu entscheiden. Unsere Kandidatur würde sehr genau unter die Lupe genommen werden, und er freue sich, dass Frank und Andy Schleck mit all ihren Luxemburger Fans die Tour de France hervorragend animieren würden. Dementsprechend stünden die Chancen gut, eine Etappe in einem dieser beiden Jahre zu bekommen. Wir arbeiten im Ministerium nun daran, einen Aufhänger für eine Etappe in Luxemburg präsentieren zu können.

Christophe Junker: Echternach wurde öfters als Zielankunft gehandelt...

Romain Schneider: Eines scheint klar, es wird wohl kein Grand Départ sein, den wir bekommen werden. Derzeit betreibt Barcelona viel Lobbyarbeit, und dessen Chancen stehen wohl auch nicht schlecht. Klar ist, wir hätten am liebsten eine Etappe, die nicht nur wenige Kilometer durch Luxemburg führt. Warum nicht versuchen, eine Zielankunft und einen Start an zwei verschiedenen Orten zu haben?

Christophe Junker: Doping ist im Sport leider immer noch ein Thema. Beim letzten Treffen der EU-Sportminister stand es natürlich auf der Tagesordnung. Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der Welt-Antidoping-Agentur WADA?

Romain Schneider: Wir sind durch unsere ALAD recht gut in den europäischen Gremien vertreten. Klar ist aber auch, dass Europa nur eine recht kleine Rolle im Anti-Doping-Kampf einnimmt. Das Gewicht der Europäischen Kommission müsste eindeutig gestärkt werden. Mit der WADA wird recht viel über die Dopingproblematik in Ländern wie China oder den USA gesprochen und wir stellen fest, dass Europa im Kampf gegen Doping diesen Ländern sehr weit voraus ist.

Christophe Junker: Wären Sie für eine stärkere Luxemburger Präsenz innerhalb der WADA?

Romain Schneider: Das ist schwer zu sagen. Es ist eine sehr komplexe Materie und es ist schwer, alleine bei so einem Thema eine Führungsrolle zu übernommen. Und dann die Schwerfälligkeit der Prozeduren...

Christophe Junker: Ein sehr schönes Stichwort, zurück nach Luxemburg: In einem Interview im März 2010 sagten Sie uns zum Thema Sportlycee, das Gesetzesprojekt sei so gut wie fertig, die letzten Sitzungen stünden bevor. Im Oktober 2011, anderthalb Jahre später, war das Projekt im Regierungsrat. Wie ist diese Zeitspanne zu erklären?

Romain Schneider: Beim Sportlycee wird immer wieder gefragt: Wann ist es so weit, machen wir es? 'De Sportlycee ass deposiert a gouf der Chamber scho virgestallt. En ass am Conseil de l'Etat, a mir wäerten d'Antwert gläich kraien.' Es hat effektiv etwas länger gedauert. Weil ich von Beginn an drei Partner gerne mit im Boot gehabt habe. Ich habe das Projekt Sportlycee zusammen mit dem COSL und dem Ministre de l'Education nationale ausgearbeitet. Wir haben uns viel Zeit genommen. Hätten wir den 'depot' eher vorgenommen, wäre anschließend das COSL auf uns zugekommen und hätte dies und das beanstandet, usw. Irgendwann wären wir dann zeitlich noch weiter ins Hintertreffen geraten, weil wir immer wieder von vorne hätten anfangen müssen. Daher diese vielen Treffen. Jetzt haben wir einen Kompromiss gefunden, der von allen Seiten getragen werden kann. Ich gehe davon aus, dass wir gleich über das Gesetz abstimmen können. Auch die Arbeiten am Gebäude selbst schreiten zügig voran. Mit dem Einzug kommenden September ist allerdings nicht zu rechnen, eher wird das im Januar 2013 sein.

Christophe Junker: Wie geht es dann weiter?

Romain Schneider: Dann werden die Phasen zwei und drei angepackt. Das ist einerseits die Sporthalle, ob wir eine weitere am INS hinzufügen können, und welche Möglichkeiten wir beim Internat haben. Wir denken über etwa 40 Schlafplätze nach. Zunächst müssen wir aber den notwendigen Platz dafür finden.

Christophe Junker: Was behalten Sie von Ihrer Arbeit 2011 sonst noch zurück?

Romain Schneider: Mir hunn de Congé sportif reformiert. Es war das Jahr des Ehrenamts, wo der Sport eine ganze Reihe sehr schöner Akzente setzen konnte. Es tut sich was im Benevolat-Bereich. Die Aktion 'Gesond jessen, mi bewegen' ist sehr wichtig. Das Gesetz des 'Médico sportif' wurde reformiert. Dann wurde das Reglement zur zweiten Liste des 5-Jahres-Plans für Sportstätten eingebracht. Am nächsten 5-Jahres-Plan wird derzeit schon gearbeitet. Das Boulodrom wurde eingeweiht. Das Kegelzentrum ist fast fertig. Wichtig noch: 'Mir hunn am Budget Répercussioune riwwerginn, fir d'Spiller vun de klenge Länner 2013, fir de Staff vum COSL ze verstäerken.' 2012 steht vor der Tür, und wir können festhalten, dass das Budget für den Sport - auch wenn es etwas weniger ist als in den Jahren zuvor - doch noch als sehr positiv zu bewerten ist. Und Luxemburg wird in London bei den Olympischen Spielen wohl durch 10, 12 Athleten vertreten sein, und viele unter ihnen fahren sogar mit berechtigten Ambitionen dorthin. Auch den Spielen wurde im Budget Rechnung getragen.

Christophe Junker: Noch einige andere Projekte kurz belichtet: Wie steht es mit dem Zentrum für Kanu/Kajak?

Romain Schneider: Ich hatte erst vor rund zwei Wochen ein Treffen mit dem Bürgermeister von Diekirch. Die Genehmigungen liegen vor, und wir können jeden Augenblick anfangen.

Christophe Junker: Wie geht es mit der Leichtathletik weiter?

Romain Schneider: Vor allem in der Hauptstadt riskieren wir - falls das Stade Josy Barthel in Zukunft für andere Zwecke benutzt wird - eine Leichtathletik-Bahn zu verlieren. Und auch in Differdingen, wo ein Stadion verschwindet. Wir sind auf der Suche nach einem Platz, wo wir eine Bahn bauen könnten. Auch im 'Kordall'. Und warum nicht eine Bahn bauen, auf welcher auch mal ein Europacup stattfinden könnte?

Christophe Junker: Der Stand der Dinge bei der Beachvolley-Halle?

Romain Schneider: Vor den Wahlen saßen wir mit Vertretern der Escher Gemeinde zusammen. 'Den Avantprojet ass gutgeheescht.' Wir versuchen, die Halle in unseren 5-Jahres-Plan rein zu bekommen. Wir versuchen, die Halle in Synergie zum Beispiel mit dem Fechtsport zu nutzen.

Christophe Junker: Und die zukünftigen Sportstätten auf Belval? Ist dort mit einem 50-m-Schwimmbecken zu rechnen?

Romain Schneider: Wir haben dem Bauherrn Fonds Belval einen Brief geschrieben. Wegen der Universität muss man dort Sportstätten haben, und die Überlegungen gehen auch ganz klar in diese Richtung. Es gilt, mit den Nachbargemeinden Sassenheim und Esch zu bewerten, was genau benötigt wird.

Christophe Junker: ... was dann irgendwann einmal auch von Vereinen benutzt werden könnte?

Romain Schneider: Ja. In diesem Zusammenhang sind wir dabei, eine Liste mit allen verfügbaren Sporthallen im Großherzogtum zu erstellen. Und vor allem: Welche sind wann und wo für wen offen? Schulhallen könnten noch mehr für Vereine geöffnet werden. Wir denken an ein Pilotprojekt, eventuell mit Arbeitslosen, um einen Pool von Pförtnern zu schaffen, weil bei den Schulhallen die Schulferien, wenn niemand da ist, das größte Problem darstellen. Damit alle Hallen so oft wie nur irgend möglich genutzt werden können.



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