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Luxemburger Wort: Herr Schneider, wie sehen Sie die Wirtschaftsbeziehungen von Russland und Luxemburg?
Etienne Schneider: Wir haben ein großes Interesse an der Verbesserung der Kontakte. Russland ist eins unserer Hauptzielländer, mit denen wir unsere wirtschaftlichen Beziehungen ausbauen wollen. Luxemburg ist schon ein wichtiger Partner in Sachen Investitionen. Durch die Fondsindustrie sind wir die Nummer vier für Direct Foreign Investments (DFI). Das ist aber noch nicht genug. Wir wollen jetzt mehr Substanz in diese Beziehung hineinbringen.
Luxemburger Wort: Wie wollen Sie das bewerkstelligen?
Etienne Schneider: Wir haben inzwischen einen Rahmenvertrag mit der russischen Regierung, um in verschiedenen Bereichen stärker zusammenarbeiten, vor allem in der ICT, in der Logistik, in den Health Sciences, aber auch in der Stahlindustrie. Über Paul Wurth zum Beispiel helfen wir der russischen Stahlindustrie, sich zu modernisieren, vor allem im ökologischen Sinne.
Luxemburger Wort: Was für eine Rolle kann Luxemburg spielen?
Etienne Schneider: Bei dieser Konferenz nehme ich die Chance wahr eine Reihe von Gesprächen zu fuhren, um Luxemburg auf die Karte zu bringen. Es sind immerhin mehr als 400 Gäste vertreten. Es gibt schon Unternehmen, die ihr europäisches Hauptquartier in Luxemburg haben, und dies kann noch ausgebaut werden. Wir stehen in dieser Hinsicht aber stark in Konkurrenz mit der Schweiz, mit den Niederlanden und mit Großbritannien. Wenn sich Unternehmer aber näher mit Luxemburg und der Gesetzgebung beschäftigen, steigen unsere Chancen. Die großen Unternehmen haben sehr viele Möglichkeiten, aber vor allem kleine und mittlere Unternehmen trauen sich nicht richtig aus Russland heraus. Wir können sie einfach und gut beraten. Bei unseren Konkurrenten gibt es diese Nähe nicht.
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