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Tageblatt: "Faire du Luxembourg le pays le plus sain du monde": Das Motto der Konferenz klingt mehr als ehrgeizig?
Mars Di Bartolomeo: Dieses Motto kommt von externen Beobachtern. Es ist ambitiös, aber wenn man das luxemburgische Umfeld betrachtet durchaus realistisch. Unser Gesundheits-System ist solidarisch aufgebaut, es bietet einen demokratischen Zugang für alle, und es ist eines der fünf teuersten der Welt. Daraus ergibt sich, dass es das Potenzial hat, auch eines der besten der Welt zu sein.
Tageblatt: Welche Ansatzpunkte sehen Sie?
Mars Di Bartolomeo: Ziel ist es, das Geld besser auszugeben. Vor allem im Bereich der chronischen Krankheiten lässt sich da noch viel verbessern. Das Restrukturierungskonzept, das uns der baskische Gesundheitsminister vorstellte, hat mich tief beeindruckt. Optimale Organisation ist ein zentrales Element der Kosteneffizienz.
Tageblatt: Insofern auch eine Bestätigung für die Richtigkeit des Referenzarzt-Konzepts?
Mars Di Bartolomeo: Ja, ganz klar. Aber nicht nur. Auch der Patient selbst muss besser in die Behandlung eingebunden werden. Eine wichtige Rolle spielt da das Patientenrechtsgesetz, das seit vergangener Woche im Entwurf steht.
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