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> home > Salle de presse > Interviews > Juin 2012 > Jean-Claude Juncker au sujet des élections législatives en Grèce

Interview
Jean-Claude Juncker au sujet des élections législatives en Grèce
"ZDF" du 18-06-2012

Vers le niveau supérieur

Theo Koll: Zugeschaltet ist jetzt der Chef der Eurogruppe, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker. Guten Abend Herr Juncker.

Jean-Claude Juncker: Guten Abend.

Theo Koll: Jetzt heißt es aller Orten, Griechenland mehr Zeit zu geben, aber in der Substanz der Sparauflagen nichts zu ändern. Aber auch Aufschub kostet ja Geld. Ist es der notwendige kleinere Preis?

Jean-Claude Juncker: Es ist wichtig, dass Griechenland die Vereinbarungen umsetzt die wir mit Griechenland getroffen haben. Deshalb kann es in der Substanz des Anpassungsprogrammes keine dramatischen Änderungen geben. Aber man muss sich auf Grund eines einschlägigen Troikaberichtes darüber unterhalten können ob wir Griechenland nicht einen längeren Zeitraum zur Verfügung stellen, um dieses Anpassungsprogramm, das substantiell und inhaltlich nicht verändert werden kann zum Erfolg zu führen.

Theo Koll: Abe Sie sagen, keine dramatischen Änderungen, das heißt dann kann es dann doch kleinere Änderungen geben. Und Teile der Sparauflagen werden, so heißt es hier, häufig jetzt schon nicht umgesetzt. Ist denn Entgegenkommen da das richtige Signal?

Jean-Claude Juncker: Nein, Entgegenkommen ohne Grund wäre ein absolut falsches Signal. Es kommt sehr darauf an, dass die Troika, die in den nächsten Tagen, wenn es bis zu einer Regierungsbildung gekommen ist, nach Athen entsandt werden wird, feststellt, was geht, was nicht geht, wo es Rückschritte gibt, wo es nachzubessernde Elemente gibt. Wenn ich sage, es darf nicht dramatisch verändert werden, dann heißt das, dass nicht an der Substanz gerührt werden kann. Es geht ja nicht nur um Haushaltsanpassungsprogramm, es geht in der Sache auch – und weil dies für das zukünftige Wachstum besonders wichtig ist, sind dies relevante Punkte – um die notwendigen Strukturreformen die Griechenland durchführen muss.

Theo Koll: Aber dann doch nochmals nachgefragt, dann doch Anpassung an das was Sie hier vorfinden?

Jean-Claude Juncker: Es ist nicht so, dass wir uns an das anpassen müssen was wir vorfinden. Wir müssen das nur fest im Blick haben, was wir vorfinden. Es ist so, dass man in Griechenland wissen muss, das habe ich meinen griechischen Kollegen auch heute erklärt, dass wir 17 Länder in der Eurozone haben und nicht nur Griechenland. Also wird Griechenland auch Rücksicht nehme müssen auf die 16 andern, so wie die 16 andern, ohne dass man an die Substanz rührt, auf Griechenland wird Rücksicht nehmen können.

Theo Koll: Herr Juncker, ganz kurz zum Schluss, zum EU Gipfel sollen ja Pläne einer weitergehenden Europäischen Union vorgelegt werden. Geht es da überhaupt noch ohne dass alle Staaten wichtige Hoheitsrechte abgeben und wie schätzen Sie die Chancen dafür ein?

Jean-Claude Juncker: Also ich glaube nicht, dass es am Juni, anlässlich des nächsten Gipfels zu wesentlichen Fortschritten kommen wird. Es wird ein Bericht vorgelegt und wir werden versuchen bis Ende des Jahres in Sachen Vertiefung der Integration der Europäischen Union und vornehmlich der Eurozone weiterzukommen. Ich gehen nicht davon aus, dass wir schon, um es etwas salopp zu formulieren, Ende Juni zu Potte kämen.

Theo Koll: Herr Juncker, herzlichen Dank für diese kurze Einschätzung.

Jean-Claude Juncker: Vielen Dank.



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